Luzern: Wildbienen-Korridore in der Stadt

Wildbienenförderung in der Stadt

Obwohl viele Wildbienenarten sehr spezialisiert sind und teils hohe Lebensraumansprüche haben, lassen sie sich einfach und wirkungsvoll fördern. Wildbienen leben sehr kleinräumig: Schlafstellen, Nistplätze und Nahrungsquellen liegen alle meist innerhalb von 200 Metern. Daher lassen sich Fördermassnahmen auch auf kleinen Flächen im Siedlungsraum realisieren und bringen schnell Erfolg: Ein Blumentopf auf dem Balkon mit einer pollen- und nektarreichen Pflanze wie beispielsweise Salbei oder Glockenblumen wird bald von Wildbienen besucht.

Mitforschen und an der Weiterbildung teilnehmen

Wo bietet die Stadt den Wildbienen Lebensraum? Wo hat es Blumenwiese, blühende Strassenränder oder Wildblumentopf? Und wo ist die Stadt aus Sicht der Wildbienen eine Wüste?
Gemeinsam mit Freiwilligen und der Bevölkerung möchten wir in diesem Jahr aufzeigen, wo solche Wildbienen-Inseln in der Stadt Luzern zu finden sind und wo die Stadt aus Sicht der Wildbienen Lücken aufweist.

Haben Sie Lust, mitzuhelfen und mehr über Wildbienen und ihre Lebensräume zu erfahren

Am 29. April 2024, um 18.00 bis ca. 20.00 Uhr, führen wir einen Informations- und Weiterbildungsanlass durch, um das diesjährige Projekt und die Mitmachmöglichkeiten vorzustellen. Sind Sie interessiert, mitzuforschen und herauszufinden, wie gut der Wildbienenlebensraum in der Stadt Luzern vernetzt ist?
Wir möchten in verschiedenen Untersuchungsgebieten der Stadt Luzern Wildbienen-Inseln erfassen und sie zweimal im Jahr fotografisch festhalten. Haben Sie Lust, mitzuforschen
Dann kommen Sie gerne zur Weiterbildung am 29. April 2024. Melden Sie sich an unter luzern@stadtwildtiere.ch. Wir freuen uns sehr auf Sie! 

Weiterführende Informationen
Welche Pflanzen bieten Nahrung für Wildbienen?

Wildbienen und andere blütenbesuchende Insekten suchen Blüten auf, um Nektar und Pollen zu sammeln. Jedoch produzieren nicht alle blühenden Pflanzen Nektar und Pollen. Bei vielen Zuchtformen von Blumen, Stauden und Sträuchern für Gärten und Parkanlagen fehlen Nektar und Pollen. So blühen Geranien oder Petunien zwar den ganzen Sommer über, bieten jedoch weder Nektar noch Pollen für Wildbienen und sind deshalb für sie nutzlos. Auch bei Pflanzen mit gefüllten Blüten ist das Angebot an Pollen und Nektar in der Regel sehr gering.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine blühende Pflanze Nahrung für Wildbienen bietet, beobachten Sie die Blüten an einem sonnigen, windstillen Tag: wenn während 10 Min. keine Wildbienen die Blüten anfliegen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Blüten keine Nahrung für Wildbienen bieten.

Weiterführende Links

Hier geht es zu einigen Bestimmungshilfen und Empfehlungen für Bücher, die Ihnen den Einstieg ins Bestimmen von Wildbienen erleichtern.
Hier geht es zu den Artporträts der häufigsten Wildbienen unserer Siedlungsgebiete.

Trägerschaft und Finanzierung

Das Projekt «StadtWildBienen» wird von der Stadt Luzern, vom WWF Luzern, von Pro Natura Luzern, BirdLife Luzern, dem Museum Luzern und dem Ornithologischen Verein der Stadt Luzern getragen.