Direkt zum Inhalt

Eisvogel ist der Vogel des Jahres 2026

, Sandra Gloor
Der Eisvogel wurde von Birdlife Schweiz über eine Publikumsbefragung zum Vogel des Jahres 2026 ausgewählt. Der kleine, farbenprächtige Wasservogel mit der blauschillernden Oberseite und der orangen Unterseite wird auf Wilde Nachbarn und StadtWildTiere immer mal wieder gemeldet. Er macht von Warten am Rande von Seen, Feuchtgebieten und Fliessgewässern Jagd auf kleine Fische.

Der Eisvogel ist in der Schweiz vor allem in tiefen Lagen bis ca. 700 m ü.M. verbreitet. Als Standvogel und Kurzstreckenzieher kann er bei uns das ganze Jahr über beobachtet werden. Auf der Roten Liste ist er als verletzlich eingestuft. 

Weibchen und Männchen sehen sich sehr ähnlich. Sie können jedoch anhand des Schnabels gut unterschieden werden: der Schnabel des Männchen ist ganz schwarz, während der Schnabel der Weibchen unterseits rötlich ist.  

Anhand des roten Unterschnabels ist das Weibchen erkennbar.
Der Schnabel des Männchens ist ganz schwarz.
Brutröhren im Steilufer

Der Eisvogel braucht senkrechte oder leicht überhängende Ufer mit Lehm- oder Sandwänden, in die er seine Brutröhren graben kann. Als Jagdgebiet nutzt er Gewässer mit sauberem Wasser und einem guten Fischbestand. Von Warten aus, beispielsweise von Ästen am Ufer, jagd er kleine Fische. 

Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann der Eisvogel auch mitten im Siedlungsgebiet vorkommen. Auf Wilde Nachbarn und StadtWildTiere wurden Eisvögel aus Städten wie Basel, Bern, Luzern, Zug und Zürich gemeldet.